Adventskonzert am 01.12.2019

Wie jedes Jahr luden auch diesmal die Chöre des Gesangvereins „Erheiterung“ zu einem besinnlichen Konzert ein. Es fand in diesem Jahr in der katholischen Kirche statt, wo Pfarrer Andreas Seliger alle herzliche begrüßte.

Weg vom Alltagsstress hineingleiten in die stille, dunkle Zeit, für eine Stunde abschalten und sich auf das schönste Fest einstimmen zu lassen, war die Intention dieser Veranstaltung. Und es wurde warm und hell in der festlich geschmückten Kirche, die fast voll besetzt war. Vor allem aber vermittelten die Sängerinnen und Sänger in großem Umfang Vorfreude auf das große Fest der Liebe.

Unter der souveränen Führung der bewährten Chorleiterin Marianne Kaiser ertönten aufmunternde Lieder wie „Zündet die Lichter der Freude an“, „Lasst die roten Kerzen brennen“, „Weihnachtsjubel“, aber auch besinnlich vorgetragene Chöre wie „Wieder naht der heil’ge Stern“, „O du stille Zeit“ oder das bekannte Wiegenlied „Bajuschki Baju“.

Wer die Augen schloss, glaubte stimmlich einen jungen Chor vor sich zu haben, so jubelnd hell schwangen sich die Stimmen empor bei dem bekannten Song „Deck the hall“ deutsch „Schmückt den Raum mit grünen Zweigen“. Und „Als aller Hoffnung Ende war“ und im Stall von Bethlehem der Stern der Liebe aufging, applaudierten die Zuschauer ganz spontan. Sie waren begeistert von der einfühlsam vorgetragenen Melodie sowie dem klar artikulierten wunderschönen Text. Die Auswahl der Lieder war sehr abwechslungsreich und vielseitig. Freudiger Jubel wechselte sich ab mit Fröhlichkeit und besinnlich ruhig vorgetragenen Melodien. Frau Marianne Kaiser verstand es wieder hervorragend, ihren Sängerinnen und Sängern einen harmonischen, imposanten Chorklang zu entlocken, aber ebenso ganz schnell auf leise Töne umzuschalten, schwungvollem Tempo breit vorgetragene Melodien folgen zu lassen. Und für eine passende Umrahmung sorgte Christian Bauer auf der Orgel.

Sehr schnell verging die Stunde auch durch eine lustige Adventsgeschichte, die von Rosi Synderhauf erfrischend im Selbitzer Dialekt vorgetragen wurde. Und außerdem erfuhr man, warum man früher in dieser dunklen Zeit gern „ins Fettnäpfchen trat“, weshalb spitze Nadeln schon den Germanen wichtig waren, in Madagaskar „am Weihnachtsbaume die Litschis hängen“ und der Aberglaube in Selbitz ganz normal für den Frankenwald ist. Und wissen Sie, warum ausgerechnet ein Ochs und ein Esel in der Krippe stehen und keine Schafe oder Ziegen?

Frau Maria Färber führte duch das Programm und stellte sich und den Zuhörern kritische Fragen wie, wann denn Weihnachten beginne und was man in unserer Zeit des Überflusses überhaupt noch schenken könne. Vor 30 Jahren blieben wegen der überfüllten Straßen und Geschäfte viele Gabentische leer. Aber damals durften wir im ehemaligen Grenzgebiet das größte Geschenk erleben, die Wiedervereinigung unseres Volkes. Und es war allen eine ganz besondere Freude, dass auch in diesem Jahr der Partnerchor aus Pausa mit einer großen Abordnung vertreten war.

Die 1. Vorsitzende Frau Maria Hansen durfte auch Bürgermeister Busch, sowie Vertreter des Stadtrates begrüßen, vor allem aber auch Herrn Seibt mit Gattin vom Fränkischen Sängerbund Bayreuth.

Nachdenklich still wurde es im Raum bei den letzten Liedvorträgen vor dem gemeinsam gesungenen Lied „Tochter Zion“.

Alle betonten, wie gut ihnen diese Stunde als Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit getan hat.

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